Kultur- & Kunstkreis Ditzingen e.V.

Unsere Ausstellungen

Hyein Kim – do you clean your mirror everyday?

16. Januar

- 28. Februar

Die erste Einzelausstellung der Künstlerin Hyein Kim, Do You Clean Your Mirror, Everyday?, wirft eine Frage auf, die die verborgene Welt in uns erforscht und reflektiert.

Die Künstlerin konzentriert sich seit Langem auf das Unterdrückte und ungelöste Emotionen. Die Gefühle, die aufgrund gesellschaftlicher Konventionen als negativ eingestuft wurden und im Verborgenen verweilen mussten (≈ ursprüngliche Manifestationen des Instinkts), schaffen die Ironie, dass sie innerlich an Größe zunehmen, je mehr man versucht, sie zu verbergen. Solche zutiefst individuellen und doch universellen emotionalen Katastrophen bilden das Kernthema der künstlerischen Forschung.

In der Malerei-Serie ersetzt Kim den Menschen durch skurrile, zweibeinige Tierfiguren, um instinktive Emotionen zu objektivieren und ihren Ursprung zu ergründen. Die Installations-Serie hingegen tauscht die Perspektive von Möbeln und Menschen aus und hält die transformierten Spuren von Beziehungen und Erinnerungen auf Objekten fest, wodurch sie die Essenz des Vergessens erforscht.

Insbesondere die kulturellen Symbole und Unterschiede, die die Künstlerin durch die Begegnung mit verschiedenen Kulturen gelernt hat, spielen eine wichtige Rolle. Die westliche surrealistische Haltung verbindet sich mit traditionellen Symbolen der koreanischen und asiatischen Kultur, um eine kulturelle Kollaboration zu initiieren und die vielschichtigen Aspekte der universellen menschlichen Emotionen darzustellen.

Es ist falsch, das, was auf dem Spiegel haftet, für das eigene Ich zu halten; das Wahre ist das, was durch den sauberen, abgewischten Spiegel blickt. Diese Ausstellung ist ein Ort der Reflexion, der Sie dazu ermutigt, äußere Flecken zu entfernen und den Mut zu fassen, Ihrem wahren Selbst zu begegnen. Prüfen Sie anhand der surrealistischen Innenansichten: Wie sauber ist Ihr Spiegel heute?

Jochen Wagner – eine multimediale Ausstellung

6. März

- 11. April

Jochen Wagner arbeitet multimedial. In seiner künstlerischen Praxis verflechten sich Gegebenheiten des Ausstellungsortes mit flüchtigen Alltagssituationen und biografischen Erinnerungsstücken. So eröffnen sich metaphorische Narrative, die sich der Wandelbarkeit ihrer Bedeutung stets bewusst sind, stets unabgeschlossen bleiben. Wagners Werke kommen dabei bis auf wenige Ausnahmen ganz ohne Sprache aus. Sie kommunizieren vielmehr durch einen bestimmten Blick, dem ich als Betrachter:in ausgesetzt bin — oder ist es nicht eher mein Blick, dem sie ausgesetzt sind?