Ein silbernes Peugeot-Cabrio steht verlassen auf dem Rathausplatz – fast wie gestrandet.
Die Fenster abgedunkelt, die Frontscheibe überzogen mit einer Konstruktion aus Spiegeln und Lin-
sen: ein begehbares Kaleidoskop, das Erinnerungen reflektiert – an Orte, die nicht mehr existieren,
an ein Atelier, das abgerissen wurde, aber in KI-generierter Musik weiterzittert.
Ein Kabel – wie ein Nabelstrang oder wie ein ideelles Verlängerungskabel – führt vom Wagen in
Richtung Galerie. Wer diesem Strompfad folgt, wird nicht mit Elektrizität, sondern mit einer Irritation
belohnt:
Dort, inmitten der stillen Räume der Galerie am Laien, sitzt ein lebendiger weißer Riesenhase.
Er frisst Grünzeug, als sei nichts. Doch alles ist.
Der Hase ist kein Tier. Er ist Wächter, Fragment, Gedanke.
Er taucht auf – real, dann in Stein. Dann als Schatten. Dann als Datenpunkt.
Valentino hat ihn in Marmor geschlagen – aber nicht vollständig. Er durchdringt Wände, erscheint
zersetzt, als habe er die Regeln der Statik überwunden.
Er ist Schrödingers Kaninchen, eine Art quantenphysikalisches Totemtier, das zwischen Dimensio-
nen oszilliert – mal beobachtet, mal Beobachter.
Die Ausstellung bewegt sich zwischen taktiler Bildhauerei, digitaler Simulation und performativer
Präsenz.
Vorstudien zur Anatomie des Hasen werden zur Geste des Lernens: in Zeichnung, in Workshop, in
Wiederholung.
So wird der Besucher selbst Teil eines Experiments:
Wo endet das Reale? Wo beginnt die Vorstellung?
Und kann man ein Stück davon kaufen – mit oder ohne Rabatt?
Rabbit, Robots & Rabatte ist eine Raumverwerfung, eine Erinnerungsmaschine, ein absurdes Tage-
buch der Transformation.
Der Hase ist das Zentrum – aber er ist auch die Fluchtlinie.
Alle gezeigten Objekte sind Unikate – Marmorarbeiten, Studien, KI-Artefakte.
Einige von ihnen sind käuflich. Und manchmal gibt es auch Rabatt.